Schwanenvater Olaf Nieß hat gestern die ersten 15 geretteten Schwäne wieder in die Alster gelassen. Anfang September mussten rund 80 Schwäne in Behandlung, da deren Gefieder ölverschmiert war.
Zunächst lag die Vermutung nahe, während des Alstervergnügens sei altes Frittierfett in die Alster gelangt, welches das Gefieder der Alsterschwäne verschmutzt hatte. Kommt Öl an Vogelgefieder, ist die Wasser- und Kälteschutzfunktion nicht gegeben: die Schwäne sind in Gefahr zu erfrieren und verlieren die Ortientierung.
Anfang des Monats hatte Schwanenvater Nieß rund 80 seiner Schützlinge retten und aufpäppeln müssen. Drei der Vögel starben an der Folgen der starken Ölverschmutzung. Nun wurde das Öl untersucht - die Polizei berichtet, das Öl sei eine Altlast und möglicherweise schon mehrere Monate im Alsterwasser, daher könne die genaue Herkunft nicht mehr ermittelt werden.
Nun sind die ersten Tiere wieder sauber und gesund gepflegt und können wieder freigelassen werden. Nieß möchte insgesamt in den nächsten Tagen noch 60 weitere Schwäne auf die Alster lassen.
Weitere 10 bis 15 Schwäne, deren Federn zu stark mit Öl verklebt waren, brauchen allerdings noch weitere intensive Pflege.
17. September 2008 | Autor: Anna Aridzanjan | Kategorie: Hamburg
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