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Dieter Nuhr war vom 24. bis 26. mit seinem Programm “Nur Die Wahrheit” in der Hamburger Laeiszhalle zu sehen. Drei humorvolle Kulturabende sollten es werden, an denen Nuhr dem Publikum auf amüsante Art die Wahrheiten dieser Welt näherbringen wollte.

Auf der Suche nach der ultimativen Wahrheit machte der Comedian Dieter Nuhr auch in Hamburg für drei Tage halt. Vom 24. bis 26. September präsentierte der sympathische Rheinländer den Hanseaten sein Programm „Nuhr die Wahrheit“. Dabei wurde der Zuschauer auf eine humoreske Achterbahnfahrt durch die Politik, Religion und natürlich Geschlechterklischees mitgenommen.

Nach langer Vorfreude auf die große Wahrheit kam Dieter Nuhr pünktlich um 20 Uhr auf die Bühne und brachte mit seinem trockenen Humor im Nu das Publikum zum Lachen. Durch das kleine WarmUp und Spielen mit den Zuschauern wurde man lockerer. Welches Thema auch nicht angeschnitten wurde, es war witzig, wie z.B. das gedopte Pferd der Deutschen, das trotz künstlicher Nachhilfe nicht gewonnen hat.

Doch das war von vorneherein selbstverständlich, denn zum Lachen ist man schließlich gekommen - aber auch um eine philosophische Wahrheit zu empfangen. So versprach es zumindest der Programmtitel. Auch Herr Nuhr sprach von einem Kulturabend. Doch irgendwie schien das anfängliche Aufwärmen nicht zu enden.

Man bekam eine Comedy auf höherem Niveau für das informierte Publikum, das ab und zu Nachrichten schaut und den Focus in die Hand nimmt. Da konnte auch die Kulisse der Laeiszhalle mit dem Stuck und der hohen Decke nicht weiterhelfen.

Die Themen wie Vorurteile gegenüber Religionen und islamistischen Attentätern sind bereits ausgelutscht, die Gags nicht unbekannt und absehbar. Die Herleitung der Ebendbildlichkleit zwischen Gott und Mensch beweist noch am meisten Kreativität, demnach sei der Urknall womöglich eine Verdauungsstörung Gottes gewesen, und wir seien das, was man die Toilette runterspült. Die leise Kritik am primitiven Menschdasein kommt jedoch nur zu schwächlich durch.

So charmant und professionell der Solokünstler mit seinen Wortspielen auch ist, der schwarze Humor war nicht schwarz genug. Die Themen sind althergebracht und nicht wirklich innovativ. Wenn man zwischen den Zeilen mitgelesen hat, dann hat man hier und da eine kleine Lebensweisheit raushören können, doch die Wahrheit bzw. den ultimativen Höhepunkt der Show hat man vergeblich versucht mitzubekommen.

Fazit: Es war ein netter Abend, doch zum Schmunzeln muss man kein Geld ausgeben.

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29. September 2008 | Autor: Irina Karelina | Kategorie: Kultur

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