Am 13. Oktober kommt Jakob Dylan, Sohn des legendären Bob Dylan, nach Hamburg in die Fabrik und wird zeigen, dass er nicht nur “Sohn” von Beruf ist, sondern auch aus dem Schatten des großen Robert Allen Zimmerman heraustreten kann.
Einfach ist es sicherlich nie als Nachwuchs eines weltbekannten Künstlers wenn man auch noch den selben beruflichen Weg wählt. Dies wird auch Jakob Dylan so sehen, für den der Beisatz “Sohn von Bob Dylan” gleichermaßen Fluch wie Segen sein dürfte - die Erwartungen der Musikliebhaber und die Messlatte der fachkundigen Presse liegen gleich um ein Vielfaches höher.
Dennoch hat sich Jakob schon vor einigen Jahren aus dem Schatten seines Vaters mit seiner damaligen Band “The Wallflowers” herausgespielt. Der bekannteste Song “One Headlight” schaffte es sogar seinerzeit in europäische Radiostationen.
Nun ist Jakob (der beim gleichen Label wie sein Vater unter Vertrag ist - Columbia Records) solo unterwegs, um sein neues Album “Seeing Things” vorzustellen, welches dem amerikanischen Rolling Stone 2,5 und der europäischen Ausgabe immerhin 3 Sterne wert ist.
Das Album ist geprägt von akustischer Gitarrenmusik und der leicht rauchigen Stimme des 38-jährigen Bob Dylan-Sprosses - etwas schwermütig vielleicht, dunkel. Nichts für lustige Partystunden - eher für den nachdenklichen Abend bei Kerzenlicht und einer Flasche Rotwein. Highlights des Albums: Die Ballade “On Up the Mountain” und der optimistischere Pop-Song “Something Good This Way Comes”.
Man merkt die Jakobs Einflüsse, die bei Bruce Sprinsteen, Neil Young und Johnny Cash liegen - weniger bei seinem berühmten Vater.
Im Rahmen seiner Europa Tournee macht Jakob auch in Hamburg halt: am 13. Oktober um 20 Uhr ist er in der Fabrik zu sehen und hören. Der Eintritt kostet 25 Euro.
2. Oktober 2008 | Autor: Nicole Stockter | Kategorie: Musik und Konzerte
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