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Die Vox-Restaurant-Doku “Mein Restaurant” begleitet fünf Teams bei Aufbau und Leitung eigener Restaurants. Nach dem K.O. Prinzip muss pro Woche das schlechteste Lokal schließen und das mit der besten Zuschauerresonanz gewinnt. Doch ist wirklich alles vom Telefonvoting abhängig, oder stehen die Gewinner schon von Anfang an fest? hh-life.de entdeckt etwas, das die Verschwörung beweisen könnte…

Hamburgs Graurocks ist Juryliebling, Kölns Copa Room braucht eine Speisekartenreform, das Personalkarrussel des Berliner Bloom dreht sich unaufhörlich, Münchens Grinsekatze und Leipzigs Tessanova waren nominiert.
Leipzig allerdings ist jetzt draußen, die Türen sind zu, das Restaurant Tessanova darf so von den Betreibern nicht mehr weitergeführt werden. Schön und gut - was passiert jedoch mit den leerstehenden Restaurants? Werden sie - komplett renoviert und eingerichtet - weiterverpachtet? Denkbar ist es.
Dem Zuschauer von “Mein Restaurant” stellt sich nach Team Leipzigs Niederlage nun die Frage: “Welches Lokal muss denn jetzt als nächstes schließen?”

Wenn man nach diversen Zuschauermeinungen im Vox-Forum sowie der Dramaturgie der Show geht, scheint Berlin die wenigsten Sympathiepunkte zu haben. Im offiziellen Diskussionsforum der Sendung ist etwa allerlei Kritik zu lesen - unter der Beitragsüberschrift “Berlin unmöglich” schreibt ein User:

… ich schalte mittlerweile schon ab wenn etwas über das Team von Berlin kommt [...]

bei der nächsten Nominierung ist Berlin dabei.

Das denkt sich wohl auch Vox: Die Räumlichkeiten eines Restaurants werden schon jetzt auf einem Online - Immobilienportal* zur Pacht öffentlich angeboten. Es besteht kein Zweifel. Die Bilder sind eindeutig, die Lage auch: es ist das Bloom, das wahrscheinlich bald seinen Besitzer wechseln soll. Auch beim Lesen der Zusatzinfos im Exposé könnten Verschwörungstheoretiker sich freudig die Hände reiben:

DISKRETION IST VORAUSSETZUNG.
KONTAKTAUFNAHME MIT DEM BETREIBER
FÜHRT ZUM AUSSCHLUSS.

Ist die Sendung von vorneherein ein abgekartetes Spiel mit den Zuschauern, die loyal für ihr Lieblingsrestaurant anrufen und vergebens hoffen, ihre Stimme werde gewertet? Oder warum wird so offensichtlich das Bloom an weitere mögliche Besitzer angeboten?

Vielleicht darf man es einfach nicht so eng sehen: schließlich baut das gesamte Sendeformat einer solchen Casting-Doku-Soap auf Zuschauerresonanz und Quoten. Warum sonst hat Vox eigens für die Sendung ein riesiges und mittlerweile gut besuchtes Diskussionsforum für Fans aufgebaut? So braucht das Format keine Meinungsforscher mehr, die Zuschauermeinungen gibt es schließlich fertig und aktuell auf dem Präsentierteller.

Anscheinend kam das Team Berlin schon von Anfang an schlecht bei den Zuschauern an. Darauf reagierte Vox natürlich promt und hat die Dramaturgie der Sendung genau an diese Antipathie angepasst.
Konkret heißt das: Bei der letztendlich auf wenige Minuten zusammengeschnittenen Show kommt Berlin alles andere als kompetent an. Dies wiederum wirkt sich selbstverständlich erneut auf die Meinung des Fans vor dem Bildschirm aus: bei einer Nominierung ruft man einfach nicht für Berlin an.
Und so steigen die Chancen, dass das Bloom bald seine Türen für immer schließen muss und die Räumlichkeiten frei werden für Interessenten, die das Lokal auf dem Immobilienportal entdeckt haben.

Trotzdem, ein fader Nachgeschmack bleibt dabei, denn so ganz koscher ist auch dieses Prinzip nicht - statt Darstellung der Tatsachen in den Restaurants werden einfach peinliche und für die Teams unvorteilhafte Szenen zu einer “Katastrophe” zusammengeschnitten. Im Fernseh-Business so üblich, für den Fan und Zuschauer, der das Restaurant bei einem persönlichen Besuch anders erlebt als in der Show, ist dieses Prinzip verwirrend und lästig.

Letztendlich wird bei der nächsten Entscheidung klar sein, ob das Bloom in Berlin schon bald nach der erfolgreichen Annonce seinen Besitzer wechselt. Fest steht jedoch: der Zuschauer wird immer mehr das Gefühl haben, manipuliert zu werden - doch auch das wird die Quoten nicht senken, im Gegenteil: wie immer gilt in den Medien die Regel: “Auch schlechte PR ist gute PR.”

* Update: Den Link zum Immobilienportal haben wir entfernt, da das Inserat vom Inhaber zurückgezogen wurde.

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16. November 2008 | Autor: Anna Aridzanjan | Kategorie: Essen und Trinken

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20 Kommentare zu “Mein Restaurant auf VOX - schon heimlich alles entschieden?”

  1. Mein Restaurant - Das bloom fliegt als nächstes - quotenblogger.de am 16. November 2008 um 18:59 Uhr

    [...] liest Quotenblogger allerdings auf den Seiten einer Hamburger Community Seite, dass die Räumlichkeiten des “bloom” in Berlin schon jetzt auf einem [...]

  2. Johannes am 16. November 2008 um 20:10 Uhr

    Ich will mal sehr hoffen, dass VOX nur schnell auf die Meinungen der Leser, Zuschauer und Forum-User reagiert und bereits im Vorfeld durch Erfahrung einschätzen kann, dass für Berlin bald das Licht ausgeht. Andernfalls wäre das in meinen Augen BETRUG. Die Zuschauer voten ja nicht umsonst und schon gar nicht kostenlos… Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es sich entwickelt.

  3. Sven am 16. November 2008 um 23:05 Uhr

    Schaue ich mir zwar nicht an die Sendung, aber wenn es von Anfang an so scheint, also ob manschen keine Chance gegeben wird durch negative Berichterstattung, so finde ich das total blöd und dann wird so eine Sendung einfach nur noch unglaubwürdiger.

  4. Dominik Vallendors Blog am 17. November 2008 um 00:16 Uhr

    [...] Restaurant" abgekartet Gerade bin ich über einen interessanten Bericht gestolpert: Mein Restaurant auf VOX - schon heimlich alles entschieden? So wie es aussieht, ist die ganze Sendung ein abgekartetes Spiel. Wie sonst kann es sein, dass das [...]

  5. devil am 17. November 2008 um 07:29 Uhr

    Wie schon bei Kochduell ist alles nur beschiss.
    VOX ist nur auf Quote aus.
    Was macht es für einen Sinn, ein gut gehendes Restaurant das Akzeptanz bei der Bevölkerung hat, ein Restaurant nach ein paar Wochen zu schließen, jeder weiß das ein Lokal nicht dirkt zu vergleichen ist.
    Aus finanzeller Sicht ist es noch beschämender, es wird viel Geld investiert, für TV Sender narürlich nicht, Arbeitsplätze geschaffen und Perspektiven für Menschen geschaffen und dann alles zerstört.

  6. Redaktion am 17. November 2008 um 14:41 Uhr

    @devil
    Natürlich ist das nicht schön so. Aber so sind nun mal die Spielregeln. Die Teilnehmer, die sich darauf eingelassen haben und auch die Mitarbeiter, wussten, dass sie im schlimmsten Fall zu machen müssen und wieder auf der Strasse stehen werden. Andererseits, wenn man sowieso nicht mit dem eigenen Geld spielt, warum nicht riskieren? Vielleicht hat man das Glück - man gewinnt - und darf das Restaurant behalten.

    Und auch wenn man verliert - glaube ich - ist das eine sehr gute Erfahrung, die man ohne Verluste, machen durfte. Den Teilnehmern steht nichts im Wege anschließend etwas Neues zu eröffnen. Geldgeber wird es genug geben.
    Und es wird Medien geben, die gerne eine Reportage daraus machen würden und damit auch für eine gute PR sorgen können.

  7. Kimmich am 19. November 2008 um 15:02 Uhr

    Bei aller Zustimmung zum bereits Geäußertem ist zu
    berücksichtigen, dass das Bloom einen sehr guten Koch
    hat oder mit anderen Worten: Gaumenfreude erleben lässt!

    Die Frage ist, was fließt in die Bewertung ein. Die Tatsache,
    dass Bloom bereits zum Verkauf angeboten wird finde ich
    ungeheuerlich!

  8. Graurocks goes Fashion: gewinnen Sie ein Special-Menü mit Modenschau - Hamburg Magazin - Hamburg - hh-life.de am 19. November 2008 um 21:46 Uhr

    [...] Chefkoch Hannes auf der Zunge zergehen zu lassen. So können Sie sich endlich selbst einen Eindruck vom ausgezeichneten Essen und der edlen Atmosphäre des Graurocks [...]

  9. Mein Restaurant: Das Bloom Berlin zur Pacht! | Serienwiki-Blog am 20. November 2008 um 16:18 Uhr

    [...] weil in der Online-Welt eben nichts verborgen bleibt. Ein anderer Blog stellt sogar “Verschwörungstheorien” auf, die aber sicher einen wahren Kern haben könnten. Wie auch immer, das Städteduell bei [...]

  10. Mein Restaurant: Hamburg zeigt Qualität - Berlin und Köln nominiert - Hamburg Magazin - Hamburg - hh-life.de am 21. November 2008 um 12:53 Uhr

    [...] Köln und München bereits vor zwei Tagen das Glück, vor allen anderen Zuschauern das Ergebnis der schicksalsträchtigen Nominierung zu erfahren: Team Köln und Team Berlin müssen [...]

  11. ännabänäna am 22. November 2008 um 10:44 Uhr

    Ein Freund von mir kennt den alten Besitzer des Lokals in München, in dem nun das Restaurant “die Grinsekatze” stationiert ist.
    Er hat selbstverständlich eine Menge Geld für die Bereitstellung seiner Räumlichkeiten bekommen- zustätzlich wurde ihm schon von vorneherein angeboten diese auch wieder zu übernehmen, wenn die Show gedreht sei.
    Köln gewinnt.- So wurde es ihm gesagt.

    Schade schade…..

    Aber von Anfang an wurde einem das Team in Köln sehr lebensnah, nett, erfolgreich, ambitioniert, lustig, stylisch,…..(positive Eigenschaften einfügen) präsentiert. Und es wäre auch wirklich komisch, wenn das Team, das letztendlich gewinnt nicht einmal nominiert gewesen wäre. Schöner Schachzug sie erstmal schlechter erscheinen zu lassen, als das Team aus Berlin und zudem das Berliner Paar so schlecht zu präsentieren. Selbst wenn das Telefon-Voting real wäre, wäre wohl klar wer gewinnt……

  12. lolik.de » Betrug bei "Mein Restaurant" - was läuft da eigentlich? - Rezensionen am 23. November 2008 um 00:31 Uhr

    [...] Verschwörungen um Verschwörungen – gibt es fast bei jeder TV-Show. Da stehen Gewinner immer von Anfang an fest (DSDS, Popstars, Germany’s Next Top Model) und als „echt“ deklarierte Phänomene sind schlicht und ergreifend Humbug (The Next Uri Geller). Nun trifft es auch „Mein Restaurant“ auf VOX. Fünf Teams aus großen deutschen Städten (Hamburg, Berlin, Köln, München, Leipzig) werden bei ihrer Existenzgründung gezeigt – sie sollen aus (allesamt gleich aussehenden) müllbeladenen und graffitibeschmierten Ruinen edle Szenerestaurants machen. Inklusive Umbau, Eröffnung und Führung. [...]

  13. Konsequente Inkonsequenz - Interview mit Cornelia Graurock - Hamburg Magazin - Hamburg - hh-life.de am 23. November 2008 um 23:44 Uhr

    [...] diesem Erfolgsrezept wollt ihr natürlich auch gewinnen. Gegen welches Team würdet ihr im Finale am liebsten [...]

  14. VOX-Stellungnahme: das Ende der Verschwörungstheorien? - Hamburg Magazin - Hamburg - hh-life.de am 24. November 2008 um 16:54 Uhr

    [...] fragten Frau Kikillis, in welchem Zusammenhang dieser “Vorfall” mit dem ominösen Immobilienangebot im Internet steht, bei dem das Bloom in Berlin noch vor seiner Nominierung zu Pacht angeboten [...]

  15. Petra am 28. November 2008 um 21:12 Uhr

    Naja, war ja nun klar das Berlin fliegt. Alles nur beschiss bei VOX und ich A… war auch noch so dumm und habe zig mal angerufen.

    Nie wieder!

  16. Graurocks veranstaltet Tag der offenen Tür - Hamburg Magazin - Hamburg - hh-life.de am 29. November 2008 um 09:22 Uhr

    [...] offiziellen VOX-Forum hat es Conny angekündigt: Heute ist ein außergewöhnlicher Tag im Graurocks. Von 12:00 Uhr bis 15:00 Uhr ist jeder Interessierte zu einem Rundgang im [...]

  17. Wie Vox sich selbst in die Suppe spuckt - Das Fernsehblog am 2. Dezember 2008 um 09:00 Uhr

    [...] Im Netz fragten sich die Nutzer daraufhin: Wird bei "Mein Restaurant" etwa geschummelt? Nee, sagt Vox-Chefredakteur Kai Sturm. Die Produktionsfirma Granada, die "Mein Restaurant" für den Sender herstellt, habe die Immobilien von deren Besitzern für die Dauer der Show gepachtet. Die vier Restaurants, die wieder schließen müssen, kommen nachher auf den freien Markt. Sturm sagt: [...]

  18. Nick am 3. Dezember 2008 um 13:03 Uhr

    Derartige Verschwörungstheorien hat es bei Sendungen dieser Art seit jeher gegeben. Umso abwegiger erscheint es daher, daß der angebliche Gewinner bereits vor Sendestart ausposaunt worden sein soll, denn wer sollte dann noch für seinen Favoriten anrufen?
    Bei den Sprüchen des Berliner Chefkochs, der nicht nur die Küchen der übrigen Bewerber heruntergemacht, sondern sogar die Leipziger vor laufenden Kameras als “die Ostpocken” bezeichnet hat, liegt es wohl weniger an Vox als am Berliner Team selbst, wenn sich die Sympathiewerte der Zuschauer in Grenzen halten.

  19. Fiffi am 12. Dezember 2008 um 21:29 Uhr

    Verschwörungstheorien? Schon mal was von notarieller Aufsichtspflicht bei “Gewinnspielen” gehört - und dazu zählt auch dieses Format. Aber schön, dass immer diejenigen, die von garnix ne Ahnung haben, ihren Senf dazugeben müssen.

  20. Stephan am 12. Dezember 2008 um 21:50 Uhr

    @Fiffi
    Bei Gewinnspielen mit Verlosungen besteht keine allgemeine “notarielle Aufsichtspflicht”. Die Aufsicht eines Notars bzw. dessen stichprobenartige Kontrollen können eigenverantwortlich vom Betreiber des Gewinnspiels zur Beurkundung beantragt werden. Außerdem kann eine solche notarielle Kontrolle nur die Verlosung an sich betreffen, nicht jedoch die Richtigkeit der veröffentlichten Prozentzahlen eines Telefonvotings. So jedenfalls steht es auf der Seite der Bundesnotarkammer.


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