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Der Actionkracher aus Hollywood mit Will Smith in der Hauptrolle sorgt mit jeder Menge Ironie und Komik für Unterhaltung - und punktet mit einer überraschenden Wendung…

Es geht sicher das ein oder andere genervte Stöhnen durch die Menge. Kein Wunder - “Noch so ein blöder, flacher Hollywood-Superhelden-Blockbuster mit viel Lärm um nichts”, werden sich bestimmt viele Kinogänger vor dem Film denken. Und können umso positiver überrascht werden. Schließlich ist die Idee des Streifens schon mal nicht schlecht: ein Superheld, der gar keiner sein will -

John Hancock (Will Smith) ist ein depressiver und hoffnungslos versiffter Superheld - der einzige seiner Art, unverwundbar, unsterblich. Er tut zwar seinen Job, wenn auch nur unfreiwillig, dafür immer mit Alkoholfahne und in Pennermontur.

Wenn er denn mal wieder eine Massenkarambolage verhindern oder einen gestrandeten Wal retten soll, richtet er dabei Schäden in Millionenhöhe an, flucht, pöbelt und erntet dafür von der Bevölkerung nur Spott und Ärger. Klar, dass sein Image mal kräftig aufpoliert werden muss.

Genau das übernimmt der ewig hoffnungsvolle und idealistische PR-Berater Ray Embrey (Jason Bateman), dem selbst die komplette Imageumkehr Hancocks nicht zu schwer scheint. Er und sein niedlicher kleiner Sohn Aaron (Jae Head) scheinen am Anfang die einzigen Fans des Anti-Superhelden zu sein, denn selbst Rays Freundin Mary (Charlize Theron) scheint skeptisch und nicht gerade begeistert.

Nach vielen Selbstzweifeln und “Mir-Doch-Egal”-Momenten fängt Hancock an, Ray und dessem Plan zu vertrauen. Und, oh wunder, es funktioniert tatsächlich: Hancock arbeitet an sich, zeigt dies der Öffentlichkeit und wird dank einer diesmal perfekten Heldentat bejubelt, respektiert und geliebt.

Ende der Geschichte, Ende des Films? Nicht ganz, denn hier wird die unterhaltende Komik heruntergeschraubt - dafür fängt der spannende Teil erst an. Es folgt eine überraschende Entdeckung, eine dramatische Wendung und die Antwort auf die Wichtigste aller Fragen: Was ist Hancock eigentlich und wo kommt er her?

Nur ein kleiner Hinweis von mir: letzten Endes hat jeder Held / Superheld eine Schwachstelle, quasi die Achillesferse des modernen Heldendaseins. Was Hancock für eine Schwäche besitzt, und warum diese ihn schließlich zu dem depremierten und verbitterten Mann gemacht hatte, erfahrt ihr, wenn ihr euch diesen Film anguckt.

Denn “Hancock” ist nicht nur Actionkomödie, sie ist auch Drama, bringt den Zuschauer zum Nachdenken und zeigt, dass es eben nicht die außergewöhnlichen Kräfte sind, die einen wahren Helden ausmachen.

Meine Empfehlung: Unbedingt ins Kino, angucken lohnt sich!

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9. Juli 2008 | Autor: Anna Aridzanjan | Kategorie: Filmtipps

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