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Auch die Jury hat mal einen schlechten Tag… doch Hannes, junger Chefkoch des VOX-Lokals Graurocks aus “Mein Restaurant” lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Im Interview bleibt er ganz er selbst und erzählt fröhlich über Liefer-Pizza, weiche Pasta und warum Conny und er das beste Team sind.

Die Nominierung wurde verkündet, Hamburg und Köln treten im Zuschauervoting gegeneinander an. In diesem Stress findet Hannes trotzdem kurz Zeit für ein Interview mit hh-life. Als wir das Graurocks betreten, stutzen wir zunächst – war das nicht eben Robert aus dem Bloom in der Hamburger Küche? Wahrscheinlich eine Einbildung… Nicht träumen, das Interview wartet!

(c) Foto: VOX / Markus Hertrich

(c) Foto: VOX / Markus Hertrich

Hannes, natürlich müssen wir zuallererst die Frage stellen, die vor allem deine weiblichen Fans interessiert: Hast du eine Freundin?

(Hannes grinst verlegen) Aktuell habe ich keine Freundin, nein.

Im Internet tummeln sich nämlich sehr viele junge Frauen, die heftig für dich schwärmen. Ein besonders herausragendes Zitat haben wir in einem Forum gefunden: eine Userin wünscht sich, Teig zu sein, um so richtig von dir durchgeknetet zu werden. (In diesem Moment werden Hannes’ Augen so groß wie Autoreifen) Was denkst du dir bei solchen Sprüchen?

Ich finde solche Aufmerksamkeit auf jeden Fall sehr gut… ich bin ja auch sehr jung und das motiviert mich natürlich. Wir haben bisher viel Kritik einstecken müssen, und da bringen mich solche sympathischen Aussagen wieder hoch und geben mir viel Energie und Kraft.

Also fühlst du dich eher geschmeichelt durch solche schwärmerischen Kommentare, als das sie dich irritieren?

(lacht.) Also der Spruch eben hat mich schon irritiert, aber natürlich fühle ich mich unglaublich geschmeichelt.

(Conny läuft vorbei und gibt ihrem Sohn einen freundlichen Klaps. Im Weggehen lacht sie: “Mein Sohn ist so hübsch und begehrt, weil er einfach eine schicke Mutti hat!”)

Was wäre für dich persönlich das perfekte romantische Candle Light Dinner?

Ich bin ja eher für mehr und kleine Gänge, also lieber ein schönes acht Gänge Menü als eins mit drei großen Gängen.

Und welches Essen würdest du für die romantischen acht Gänge zaubern?

Es kommt natürlich immer auf die Jahreszeit an, aber mit Hummer oder Gänseleber kann man viel Schönes machen. Gut sind aber auch einfachere Sachen - zum Beispiel passt ein Süppchen sehr gut in so ein romantisches Dinner.

Gibt es ein Lebensmittel oder ein Gericht was du überhaupt nicht magst?

Bis vor ein paar Jahren haben ich keine Ananas gegessen, aber auf Pizza geht’s…

Apropos Pizza: Wann hast du dir denn das letzte Mal eine Tiefkühlpizza gemacht oder von einem Bringdienst etwas liefern lassen?

Die Bauphase war ja sehr hektisch für uns – da hatten wir fürs Kochen natürlich keine Zeit und haben sowieso nur sehr unregelmäßig gegessen. Da haben wir zum Beispiel bei Joey’s ein Pizza bestellt.

Die Zeit bei mein Restaurant ist offensichtlich sehr stressig und sowohl Conny als auch dir hat man das leider in den letzten Sendungen ein bisschen angesehen, ihr saht ja beide sehr müde aus. Was machst du in deiner Freizeit um ein bisschen runterzukommen und zu entspannen?

Also wenn ich denn Freizeit habe… tja, dann schlafe ich gerne ein bisschen. Und klar ist es auch schön, einfach mal zu Hause zu liegen, Fernsehen zu gucken und… (prustet los) Pizza zu bestellen!

Ihr wurdet ja nach dem letzten Jurybesuch zusammen mit dem Copa Room nominiert und hofft auf genügend Votinganrufe. Was macht ihr alles, um die Zuschauer zum Anrufen zu motivieren?

Ganz hanseatisch wie wir sind, ist auch unser Motivationskonzept eher leise, da machen wir uns auch nicht so viel aus dem ganzen Tohuwabohu. Natürlich versuchen wir aber auf unsere Art ganz, ganz viele Zuschauer zu bewegen, für uns anzurufen.
Wir waren gestern etwa auf dem Lotto King Karl Konzert, wo wir für drei Minuten auf die Bühne durften um Zuschauerstimmen zu gewinnen und T-Shirts zu verteilen.

Heute hatten wir auf der Verbrauchermesse DU UND DEINE WELT auch einen kleinen Auftritt auf der Trendbühne – das war auch sehr spannend.
Morgen ist dann ja noch das HSV-Handballspiel (lächelt geheimnisvoll).
Sollten wir die Nominierungsrunde überleben und gegen Köln gewinnen, kommen vielleicht auch die HSV-Fußballspieler für einen Tag hier ins Graurocks.

Da freuen sich die Gäste bestimmt besonders. Wenn dann die Fußballer da sind, dürfen auch „normale“ Gäste ins Graurocks, oder ist an dem Tag geschlossene Gesellschaft?

Nein, da dürften auch alle, die interessiert sind, dabei sein. Wir können hier im Restaurant 80 Leute unterbringen, soviele sind das beim HSV ja nun nicht.

Im Newsticker der „Mein Restaurant“-Website stand, Robert, ehemaliger Chefkoch des Bloom, war mit seinem Küchenteam zu Besuch bei euch. Wann war das, und wie lief das Treffen zwischen den beiden hochgelobten Chefköchen ab?

Robert war vor vier Tagen hier und hat uns mit seiner Küchencrew besucht - fand ich echt klasse! Die haben, wie es ja in der Sendung immer betont wurde, wirklich eine hammer-gute Küche.
Hier hatten wir eine sehr lustige Zeit, denn das Team hat immer mal wieder geniale Sprüche gebracht. Abends waren wir alle zusammen noch auf dem Kiez und ich hab den Berlinern Hamburg gezeigt – wir hatten eine sehr, sehr gute Zeit und Robert ist einfach ein cooler Typ.

Habt ihr denn vor, irgendwann in der Zukunft zusammen zu arbeiten?

(grinst) Aktuell steht Robert bei mir in der Küche und hilft ein bisschen aus. Er hatte uns nämlich versprochen, wenn Hamburg nominiert wäre, dann unterstützt er mich hier wo er kann. Er schickt natürlich nicht den ganzen Abend Essen raus, denn dann bin ich ja immer da, aber er hilft mir sehr bei den Vorbereitungen.

(c) Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

(c) Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer

Kommen wir nun zu deiner Beziehung zu Mama Conny: Fällt es dir schwer, sie nur als Geschäftspartnerin zu sehen - in Momenten, in denen es darauf ankommt, bei geschäftlichen Diskussionen etwa, sodass man keine familiären Emotionen aufkommen lässt?

Wir können das glaube ich sehr gut. Gerade in der Aufbauphase haben wir gelernt, damit umzugehen. Mit der Zeit wird es immer hektischer und stressiger, vor allem da es bei den meisten Diskussionen nicht um uns geht, sondern um Geld, ums Geschäft und um Gäste – aber daran haben wir uns gewöhnt und können Privates und Geschäftliches sehr gut trennen.
Unser Verhältnis ist wie eine Ehe – klar gibt es hier und da kleine Reibereien, aber damit kommen wir gut klar und können es verarbeiten.

Hältst du deine Mutter für eine kompetente Geschäftsführerin?

(mit stolzgeschwellter Brust) Ja!!

Wir wollen natürlich nicht unken, aber FALLS ihr die Nominierung nicht übersteht, was machst du nach „Mein Restaurant“?

Ich habe ja bisher einen sehr straighten Weg gemacht: in einem sehr guten Haus gelernt, in einem sehr guten Haus gearbeitet; und bei „Mein Restaurant“ mitzumachen war für mich ein Riesenschritt.
Bei diesem Projekt ist das Risiko, seinen guten Namen zu verlieren, sehr groß. Denn ob man nun gut kocht oder nicht - dadurch dass es letzten Endes doch eine Fernsehshow ist kommt es immer so rüber, wie es ausgestrahlt wird.
Ich glaube, nach der Sendung würde ich mich erst einmal für zwei Wochen in wärmere Gefilde begeben und dann sehen, was kommt. Ich bleibe auf jeden Fall in Deutschland, aber ich habe mir die Angebote noch nicht angeguckt – von daher weiß ich noch nichts Genaues.

Abgesehen von deinem Zuhause, in dem du entspannen kannst – wo gibt es in Hamburg deinen ultimativen Lieblingsort, einen Ort, an dem du deine Freizeit gern verbringst?

(schmunzelt) Oha, da muss ich ja vorsichtig sein, was ich sage – wenn ich Kiez sage, kommt es vielleicht falsch rüber? (lacht.)
Also ernsthaft jetzt: manchmal nach der Arbeit liebe ich es, mich ins Auto zu setzen, an der Tanke eine Flasche Wein zu holen und vom Auto aus den Blick auf die Elbe zu genießen.

(macht eine nachdenkliche Pause)

Nein… obwohl, eigentlich schon.

Was verbindet dich persönlich mit Hamburg?

Hamburg ist natürlich die schönste Stadt der Welt! Ich komme von hier, ich bin hier groß geworden – das ist eine Stadt, die gibt’s nie wieder auf der Welt…

(stutzt) Kann man das so sagen? (lacht)

Wenn Leute aus deinem Umfeld – Freunde, Familie – dich bekochen, bist du sehr kritisch mit deren Kochkünsten und überlegst dir heimlich: „Das hätte ich besser hinbekommen.“ ?

Am Anfang meiner Kochausbildung war das ein bisschen schwierig, ja. Aber man gewöhnt sich recht schnell daran, dass jeder anders kocht und anders isst. Ich meine, Geschmäcker sind verschieden. Und ich persönlich esse sehr gerne und genieße eben alles. Auch, wenn es, mal ganz platt gesagt, „nur“ ein Spiegelei von Oma ist – natürlich lässt sich das nicht mit einem Hummer aus einem Edelrestaurant vergleichen, darin liegt der Unterschied.

Und wenn einer deiner Freunde ein totaler Amateurkoch ist und die Nudeln beispielsweise zu weich geworden sind, macht dir das auch nichts aus, oder tut einem „Profi“ so ein Malheur doch ein bisschen weh?

Nein, das stört mich gar nicht. Etwas anderes ist, wenn ich in einem Restaurant 30 Euro für eine Portion Nudeln zahlen muss, da muss man natürlich kritisch sein. Aber ganz ehrlich: zu Hause verkoche ich die Nudeln auch immer, weil ich nebenher fernsehe…

Was wünschst du dir zu Weihnachten?

Mein eigenes Restaurant!

Warum sollten eure Fans für euch anrufen?

Wir sind ein tolles Team, weil wir Mutter und Sohn sind. Uns kann nichts trennen – Blut ist eben dicker als Wasser, deswegen werden wir immer zusammenhalten und gemeinsam mit diesem Restaurant unseren Gästen etwas ganz, ganz Besonderes bieten.

Conny und Hannes strengen sich an - sie wollen unbedingt die Zuschauer für sich gewinnen. Am Montag, den 8. Dezember bieten sie ihren Fans ein besonderes Special: ab 19:00 Uhr findet im Graurocks ein Glühweinabend statt, und die Nominierung wird “gefeiert”.

Wer das sympathische Mutter-Sohn-Gespann im Finale sehen will, sollte die Nummer 01379 70 70 02 wählen.

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5. Dezember 2008 | Autor: Anna Aridzanjan | Kategorie: Interviews

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2 Kommentare zu ““Fertigpizza? Wieso nicht?” - Interview mit Hannes Graurock”

  1. Bezi am 10. Dezember 2008 um 11:19 Uhr

    hamburg hat das geilste konzept und hamburg wird gewinnen!!!!!!!!

  2. Mein Restaurant - das Finale: Hamburg gegen München - - Hamburg News - Hamburg - hh-life.de am 18. Dezember 2008 um 15:08 Uhr

    [...] der gesamten Sendung so etwas wie der Geheimtipp unter den teilnehmenden Restaurants. Conny und Hannes Graurock - Mutter und Sohn - gingen stehts höchst professionell ans Werk: Hannes ist schließlich [...]


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