Germany’s Next Topmodel 2009 ist vorbei. Die Gewinnerin ist Sara Nuru, die gut gelaunte Münchnerin mit äthiopischen Wurzeln. In einer aufwendigen Finalshow in der Kölner Lanxess-Arena wurde sie vor ihren Konkurrentinnen, Püppchen Marie und Blondine Mandy, bevorzugt.
Man könnte eigentlich jetzt Rätselraten spielen und zählen, wie viele Print-, TV-, Radio- und Onlinemedien jetzt bei Sara Nurus Germany’s Next Topmodel Sieg die Obama-Karte ausspielen und in ihren Beiträgen die abgewandelte Version des bereits durchgekauten “Yes we can” verwenden: Yes She Can.

Quelle: ds1987 /CC
Den Anfang machten bereits Saras Fans als Zuschauer in Finalsendung, als sie ein riesiges “Yes She Can”-Poster in die Kamera hielten. Jetzt ist Sara Nuru vor Obama vergleichen nicht mehr sicher. Sara hat gewonnen, weil sie dunkelhäutig ist, und dies wurde ermöglicht durch Barack Obamas Wahl zum ersten schwarzen US-Präsidenten? Naja, manche Sachen kann man auch wirklich sehr weit her holen.
Fakt ist, Sara ist medientauglich. Sie ist hübsch, immer gut gelaunt, ein Sonnenschein und macht sich gut als neue Topmodel-Siegerin. München darf stolz auf ihr neues Topmodel sein. Sie überzeugt als Werbefigur, etwa für Gilette-Rasier “Venus”, oder für diverse andere Modelverträge.
Ob sie tatsächlich einen wirklich guten Laufstegjob ergattern und sich für Modenschauen qualifizieren kann, um so in die Fußstapfen wahrer Topmodels wie Claudia Schiffer, Naomi Campbell, Julia Stegner oder sogar Hamburgerin Toni Garrn zu treten ist jedoch fraglich.
Die diesjährige Heidi-Dauerwerbesendung ist nun also vorbei. Man darf gespannt sein, was nächstes Jahr auf Fernsehdeutschland zukommt. Und wer weiß, vielleicht kommt dann die nächste GNTM-Gewinnerin aus Hamburg?
23. Mai 2009 | Autor: Anna Aridzanjan | Kategorie: Fernsehen
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