Im Hamburger Tierpark Hagenbeck ist am 30. Juli das Orang-Utan-Weibchen Leila aufgrund des verantwortungslosen Verhaltens eines Besuchers tragisch verunglückt.
Leila war ein wichtiges Zuchttier im Orang-Utan Haus des Tierpark Hagenbeck. Außerdem hatte sie Charakter, war neugierig, aufgeschlossen und verspielt. Genau diese Eigenschaften sollten ihr am Mittwoch Nachmittag, den 30. Juli 2008 zum Verhängnis werden. Ein noch unbekannter Besucher missachtete das strikte Fütterungsverbot im Gehege und warf den Affen ein Brötchen zu. Dieses landete jedoch im drei Meter tiefen Wassergraben, der die Affen von den Besuchern trennt.
Leila konnte die Gefahr der Wassertiefe nicht einschätzen: Sie wollte den Leckerbissen aus dem Wasser fischen, verlor dabei das Gleichgewicht und fiel in den Graben.
Besucher des Tierparks beobachteten die tragische Szene und alarmierten sofort die Pfleger. Leider war es zu spät: man konnte nur noch die Leiche der Affendame aus dem Wasser ziehen. Sie war sofort untergangen, denn wie alle Menschenaffen können auch Orang Utans nicht schwimmen.
Zu bemerken ist, dass die Tiere nicht von alleine ins Wasser gehen - für Leila war das Brötchen etwas Wichtiges und Besonderes, da die Orang Utans im Tierpark für gewöhnlich nur Obst und Gemüse zu essen bekommen.
Wichtig ist daher, das Verständnis der Zoobesucher nochmals zu stärken: Wo nicht gefüttert werden darf, ist es notwendig sich daran zu halten, schließlich geht es um das Leben der Tiere.
Seit dem Vorfall trauert der Tierpark um Leila. Besonders die restlichen Orang Utans befinden sich in einer Art Schockzustand: Leilas Mutter Mokko, zu der die Affendame eine sehr innige Beziehung hatte, wollte noch Tage nach dem Unfall nichts essen und suchte verzweifelt nach ihrer Tochter.
6. August 2008 | Autor: Anna Aridzanjan | Kategorie: Hamburg
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